Grund- und Werkrealschule
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Der erste Beruf prägt einen am meisten - Pädagogischer Assistent sein an der ADS

Etwas mehr als drei Jahre sind seit meiner Einstellung hier an der ADS vergangen und ich glaube es wird Zeit mich und meinen Aufgabenbereich vorzustellen und ein erstes Resümee zu ziehen.
Nach meinem Diplomstudium an der FH Heilbronn in Verkehrsbetriebswirtschaft & Logistik war ich eigentlich ziemlich ratlos wohin die Arbeitsreise denn gehen sollte. Schließlich prägt einen der erste Beruf am meisten. Peter Gauch, Diplom Volkswirt von der Arbeitsagentur Heilbronn war es, der mich auf die Idee brachte, mich für diesen Beruf zu bewerben.
Wie ich mich das erste Mal bei Frau Wiedmann vorstellte, hatte ich schon einige Zweifel, ob ich denn in das Anforderungsprofil eines Pädagogischen Assistenten reinpasste. Wo ist Kühnheit, die nicht fragt, sagte einmal Stefan George. Beim Vorstellungsgespräch glaube ich, half mir ein vorgelegtes persönliches Gutachten, in dem mir bescheinigt wurde, dass ich meine Fähigkeiten sehr gut als Unterstützer und Koordinator einbringen kann. Ich hoffe, dass das nicht das einzige Einstellungskriterium für Frau Wiedmann war. Auch seitens des Kollegiums war man sich nicht ganz sicher, was denn mein Aufgabenbereich in Zukunft darstellen sollte. Schließlich erforderte die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften eine gewisse Vorarbeit, um im Tandem zusammenzuarbeiten. Die gute Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Lehrkräften stellte sich schnell als Win-Win Situation dar. Eine Konstellation von der die Schüler am meisten profitieren sollten.
Meine Aufgabe war durch das Kultusministerium klar umrissen. Pädagogische Assistentinnen/ Assistenten unterstützen die Lehrkräfte überwiegend im Unterricht in den Kernfächern Deutsch und Mathematik in den Klassen 5-7, zusätzlich auch bei Tätigkeiten außerhalb des Unterrichts im Verantwortungsbereich der Schule wie z. B. Aufsicht, Begleitung beim Besuch von außerschulischen Lernorten, Teilnahme an Lerngängen, Mitwirkung bei Schulfesten, Teilnahme an Sportfesten und Bundesjugendspielen.
Heute kann ich sagen hat sich mein Aufgabenbereich dahingehend zusätzlich verändert, als dass ich auch unterstützend in den Klassen 8-10 tätig bin. Hier überwiegend in Mathematik. Den Lehrkräften kann ich aufgrund meines eigenen sportlichen Backgrounds im Bereich Fußball sowie Fitness, unterstützend zur Seite stehen. Darüber hinaus gehört das Projekt, wie die Durchführung des Turkish Round Table Unterrichts für türkische Schüler der Klasse 3 und 4, zu meinen Aufgaben. Diese erhalten eine Individualförderung im Fach Deutsch. Ebenso gehöre ich dem Kern- und Krisenteam der Albrecht Dürer Schule an, indem es u. a. um das Krisenmanagement im schulischen Kontext geht.
Eine Sache ist für mich von großem Vorteil. Ich erlebe die unterschiedlichsten Lehrkräfte in ihrer täglichen Arbeit. Hier kann ich aus den Methoden, Kenntnissen und Fähigkeiten der verschiedenen Lehrkräfte profitieren, um für mich die besten methodischen-, didaktischen- und erzieherischen Handlungsmöglichkeiten zu wählen.
Der Einsatz in sämtlichen Klassen 5-10 erweist sich auch deshalb für mich von Vorteil, weil mich die Schüler von Grund auf kennen lernen. Auch ich kann mich besser in die Schüler hineinversetzen, wenn es z.B. um Problemlösungen geht.
Seit Anfang dieses Jahres wurde die Entfristung der Arbeitsverträge aller Pädagogischen Assistenten/innen bekannt gegeben und auch der Einsatz an Grundschulen, nach den bisher gemachten positiven Erfahrungen, gilt von der Landesregierung als beschlossen. Es kann also weitergehen. Ich bin froh damals meine Entscheidung so und nicht anders für diesen Beruf und für die ADS getroffen zu haben. In diesem Sinne wünsche ich allen an der schulischen Leitung Beteiligten gutes Gelingen für die kommenden Aufgaben in diesem Jahr.